Am tiefsten Punkt geht´s nur nach oben – 5 Tipps um sportlichen Krisen zu entkommen!

In meiner heutigen Kolumne möchte ich mich mit hilfreichen Tipps beschäftigen, die aus sportlichen Tiefs befreien können. Oft werden gerade dann – und bitte möglichst kurzfristig – Sportpsychologen als sogenannte „SOS-Psycho-Docs“ zu Hilfe gezogen. Während Sportpsychologie im besten Fall eine laufende Begleitung durch Höhen UND Tiefen des Sportlers darstellt, können Athleten sich bei Tiefpunkt mit einigen Tricks auch selbst unterstützen:

Nicht immer läuft im Sportlerleben alles rund. ª pixabay | taniadimas
Nicht immer läuft im Sportlerleben alles rund. ª pixabay | taniadimas

1. Neue Ziele – Alte Ziele: Nutze Tiefpunkte zur Neu-Orientierung!
Tiefpunkte im Sport haben nicht nur Negatives. Vor allem, um sich neu orientieren zu können, dienen derartige sportliche Herausforderungen. Wichtig dabei ist vor allem, deine Ziele aufzudecken, gegebenenfalls (neue) Zwischenziele einzuführen und die Erreichung der einzelnen Schritte regelmäßig zu hinterfragen.
Tipp: Je kleiner die Abstände zwischen deinen einzelnen Zwischenzielen sind, desto eher machen sich (wenn auch kleine) Erfolge bemerkbar. Dies dient deinem Selbstwert und ist während sportlichen Tiefpunkten von großer Bedeutung!

2. Schwächen schwächen! – Stärken stärken!
Während du den Fokus auch in Zeiten sportlicher Tiefpunkte nicht zu sehr auf vermeintliche Schwächen legen solltest, ist es umso wichtiger, deine Stärken zu stärken! Dabei können vermeintliche Schwächen natürlich auch zu positiven Eigenschaften umformuliert werden.
Tipp: „Ich lasse mich leicht ablenken!“ kann zum Beispiel in die Stärke „Ich orientiere mich anhand vielerlei Einflüsse und bin sehr aufmerksam“ umgewandelt werden.

3. ICH bin wichtig – Bleibe bei dir!
Die Aufmerksamkeit möglichst nur auf dich selbst zu lenken, ist besonders während sportlicher Tiefpunkte sehr wichtig. Vor allem, wenn du dich deiner selbst gerade nicht ganz sicher bist, orientierst du dich schnell an Anderen. Vermeintliche „Redereien“ oder die Erfolge von deinen Konkurrenten fallen dir dadurch deutlicher auf.
Tipp: Besonders während dieser „Lernphasen“, wie ich vermeintliche Tiefpunkte nennen möchte, ist der Fokus auf dich selbst wichtig. Fragen wie: „Was macht mich als Sportler aus“, „Was möchte ich erreichen“, „Wie sehen die nächsten Schritte aus“ oder „Warum übe ich meinen Sport aus“ helfen, die Aufmerksamkeit (zurück) zu dir zu lenken.

4. Besserung findet in der Gegenwart statt – Bleibe im Jetzt!
Unsicherheiten, Grübeleien und Zweifel finden in der Zukunft statt und sind meist mit der Angst vor dem Scheitern gekoppelt. Umso wichtiger ist es, während deiner sportlicher Tiefpunkte im Hier und Jetzt zu bleiben.
Tipp: Positive Veränderungen finden nur in der Gegenwart statt! Jetzt kannst du agieren, die Zukunft lässt sich niemals in dem Ausmaß beeinflussen, wie die Gegenwart. Daher ist die Jetzt-Zeit immer die wichtigste auf deinem Weg zum Erfolg!

5. Suche dir Unterstützung – Positive Teams schaffen Halt!
Ob im Austausch mit deinem Trainer, den Mannschaftskollegen, deinem Sportpsychologen oder anderen Vertrauenspersonen: Besonders während Zeiten sportlicher Niederlagen hilft es, über deine aktuelle Situation zu sprechen. Vor allem deshalb, weil es solche Phasen im Leben der meisten deiner Mitmenschen bereits gegeben hat. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ bekommt damit eine neue, altbewährte Bedeutung – auch im Sport!
Tipp: Obwohl Sportpsychologen wie anfangs besprochen sowohl Hochs als auch Tiefs deiner sportlichen Laufbahn begleiten sollten, ist der Start einer derartigen Zusammenarbeit nun ebenso sinnvoll! Wichtig dabei ist jedoch, dass du die Zusammenarbeit mit deinem Sportpsychologen generell langfristig ansetzt, um euch den Aufbau einer Vertrauensbeziehung auch zu ermöglichen.

Über mich
Ursprünglich aus dem Pferdesport kommend, habe ich bereits früh meine Leidenschaft für die Sportsychologie und das mentale Training entdeckt. Nach meinem Studium der Psychologie habe ich mich daher für eine Spezialisierung im Bereich Sportpsychologie entschieden. Als aktive Springreiterin und Marathonläuferin weiß ich, wie wichtig ein klarer Kopf, starke Nerven und ein ausgeglichenes Wesen beim Sport sind. Alle weiteren (mentalen) Themen, die ich im Sport als wichtig erachte, präsentiere ich euch jede Woche in meiner Kolumne.

Solltet ihr noch Fragen zu meiner Person oder meinen Leistungen haben, könnt ihr mich gerne unter johanna@mentalsportsconsulting.com kontaktieren! Ich freue mich auch über euren Besuch auf meiner Webseite und auf meinen Social Media Kanälen!

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